|
Ist das eigentlich noch normal |
|
Ist das eigentlich noch normal? Wenn man vor Jahren als Deutscher seinen Wohnsitz im Ausland hatte, dann bekam man seinen Pass von der deutschen Botschaft. Man fuhr nach Lissabon, hatte seinen alten Ausweis dabei, ließ in der Nähe der Botschaft in einem Automaten oder bei einem Fotografen einen Satz Fotos machen. Die gab man ab, unterschrieb auf einem Zettel, zahlte ein paar Mark und nach einiger Zeit war der Pass fertig. Wenn man heute als Deutscher seinen Wohnistz im Ausland hat, dann bekommt man seinen Pass immer noch von der deutschen Botschaft. Man fährt aber nicht mehr einfach nach Lissabon und beantragt ihn. Die Zeiten sind vorbei. Jetzt leben wir im Zeitalter von Computer, Internet, zugänglichen Informationen und schneller Kommunikation. Das könnte die ganze Sache doch eigentlich einfach und schneller machen, nicht wahr? Merkwürdigerweise ist das Gegenteil der Fall. |
|
weiter …
|
|
|
Bis vor einer Minute habe ich mich für fortschrittlich gehalten, für aufgeklärt und gleichberechtigt. Dachte wirklich und wahrhaftig diese ganze Gleichberechtigungsgeschichte und der Frauenbewegungskram wären Schnee von gestern. Betrifft mich nicht. Sind wir durch mit. Ist alles gegessen und die Zeiten modern. Und dann sehe ich – wie eingestandenermaßen fast jeden Dienstagabend nach dem Sport, sozusagen als Ausgleich – eine Stunde „Two and a half men“. Schon mit etwas Vor-Trauer im Herzen, weil ja Charlie Sheen keine neuen Folgen mehr dreht und glaube nicht, dass ich mich an den Nachfolger gewöhnen werde, also jetzt genießen, solange es noch läuft, und da fällt es mir wie Schuppen von den Augen. Gleichberechtigung Pustekuchen. |
|
weiter …
|
|
|
Das ist das Merkwürdige: dass immer alle nur das Gleiche sehen wollen. Erklärung: wenn mich jemand fragt, was es in Aveiro zu sehen gibt, dann erwartet er eine Antwort, die die Besichtigung einer gekachelten Kirche enthält und die Erwähnung der rot-weiß oder blau-weiß gestreiften Häuser an der Strandpromenade. Den Tipp zu einer Rundfahrt auf den Kanälen, in einem dieser für Aveiro typischen bunten Boote, oder den Vorschlag, unbedingt zum Kaffee ein „Ovo Mole“ zu essen. Ovos Moles gibt es nur in Aveiro, es sind eine Art Kekse, eine Hülle aus Oblaten mit einer Füllung aus einer süßen, klebrigen, leckeren Eigelbmasse. Das ist das Aveiro der Reiseführer. Reiseführer empfehlen im Grunde immer und überall das Gleiche. Und das ist das genau das, was die meisten sehen wollen. Dabei gibt es eine ganze Welt dahinter, eine Welt hinter und neben den gekachelten Kirchen und Hop-on-hop-off Bussen. Eine Stadt, die so viel mehr bietet. |
|
weiter …
|
|
|
Als meine Schwester und ich Kinder waren, wollten wir zu Fuß nach Dänemark.Wir wohnten nördlich von Hamburg, da war es nach Dänemark nicht mal sooo weit. Und das Ganze garnicht mal so abwegig. Wir haben unserem Vater davon erzählt und der hat uns natürlich davon abgehalten. Allerdings ist er dann am Wochenende mit dem Auto mit uns nach Dänemark gefahren.Ein anderes Mal hatten meine Schwester und ich am Samstagabend nichts vor – und haben ein Schild an die Straße gestellt. Darauf stand: hier und heute Party. Jeder willkommen. Oder so ähnlich. |
|
weiter …
|
|
|
|
<< Anfang < Vorherige 1 2 3 Nächste > Ende >>
|
| Ergebnisse 9 - 16 von 21 |